Waldweg im Sommer in Tirol. Das Bild von Robert Patterer passt zu Psychotherapie Innsbruck.

Psychotherapie

Gegen Ende eines kürzeren oder längeren Weges der Krise begegnet uns Menschen die oft tröstende und stärkende Erkenntnis eines persönlichen Wachstumsprozesses - gerade in der Rückschau auf mitunter erlittenes, aber gemeistertes Leben.

Auf ihrem Weg zu einer verbesserten Lebensqualität begleite ich als Psychotherapeut jüngere und ältere Erwachsene mit unterschiedlichen Selbst- und Lebensentwürfen in herausfordernden Phasen ihres Lebens - in eigener Praxis seit 2009.

Das Spektrum an psychischen Symptomen und körperlichen Beschwerden, wie es sich uns häufig unter (über-)fordernden Lebensbedingungen zeigt, ist breit und höchst individuell, vorübergehend oder vorerst auf Dauer.

▷ Wiederkehrende Stimmungsschwankungen ohne ersichtlichen Grund ▷ längere Erschöpfungsphasen oder Spannungs- und Erregungszustände als bislang gewohnt ▷ Erleben abnehmender Selbstwirksamkeit und vermehrte Selbstzweifel ▷ soziales Rückzugsverhalten, Verlust an gewohnten Interessen und Freuden ▷ Angst- und Panikerleben in verschiedenen Situationen ▷ intensive und überfordernde Gefühle im Rahmen erlittener Schicksalsschläge und veränderter Lebenssituationen ▷ erstmalige oder vermehrte Zwangsgedanken oder -handlungen ▷ körperliche Stressreaktionen und Erkrankungen mit oder ohne organischem Befund ▷ chronisches Schmerzerleben ▷ Gefühle der Hoffnungs- und Ausweglosigkeit sowie Suizidgedanken ▷ wiederkehrendes und einengendes Konflikterleben in privaten und beruflichen Beziehungen ▷ eskalierende Erfahrungen psychischer oder körperlicher Gewaltanwendung ▷ Gefühl der Verunsicherung hinsichtlich der eigenen Identität und Werte ▷veränderte Wahrnehmung von Umweltreizen ▷ veränderte Bedürfnisse nach Ruhe und Schlaf, Essen und Genussmitteln, Sozialkontakten, Sexualität und Humor.

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Praxisraum von Mag. Robert Patterer für Psychotherapie Innsbruck. Zwei bequeme Stühlein einem FRaum mit angenehmer Beleuchtung.

Als wissenschaftlich anerkanntes und gesetzlich geregeltes Heilverfahren unterstützt Psychotherapie Menschen bei der Bewältigung psychischer Erkrankungen und Leidenszustände auf der Basis gesicherten Wissens und eines geltenden Berufskodex.

Psychotherapie ergänzt Selbstgespräche und Gedankenkreisen durch Dialog und Austausch. Sie nimmt sich Zeit für eine ganzheitliche Klärung der Situation und berücksichtigt das individuelle Zusammenspiel körperlicher, psychischer und sozialer Dimensionen menschlichen Erlebens und Verhaltens. Sie versorgt mit hilfreichen Informationen, bespricht erwünschte Entwicklungsziele und begleitet auf tragfähigen Wegen dorthin.

Bei meiner Arbeit mit Menschen als Psychotherapeut stütze ich mich vor allem auf folgende beiden Therapieansätze:

„Und es erscheint paradox:
Wenn ich mich so wie ich bin akzeptiere
kann ich mich ändern.“

C. ROGERS (1902-1987)
über psychisches Wachstum

Die von CARL ROGERS begründete Klienten- oder Personzentrierte Psychotherapie zählt zu den ältesten Methoden humanistischer Therapieverfahren und ist in ihrer breiten Wirksamkeit empirisch gut erforscht:

Verständnis und Entwicklungsziele

Die Personzentrierte Psychotherapie begreift unser Erleben und damit verbundene Selbstentwürfe in erster Linie als Ausdruck vielfältiger Beziehungserfahrungen, die wir mit wichtigen Anderen über unser gesamtes Leben hindurch machen. In Abhängigkeit ihrer Qualität wirken diese Beziehungserfahrungen als förderliche, konflikthafte oder auch schädigende Wachstumsbedingungen für unsere psychische Entwicklung und Wohlbefinden.

Der Personzentrierte Ansatz vertraut auf die fundamentale menschliche Fähigkeit und Kraft zu psychischer Entfaltung und konstruktivem Wachstum. Diese immer schon vorhandene Entwicklungstendenz wird für uns unter günstigen Bedingungen als zunehmend volles Gewahrwerden unserer Erfahrungen im jeweiligen Gegenwartsmoment, als authentischer Selbstausdruck sowie als differenzierter Kontakt mit Anderen deutlich spürbar.

Therapeutische Prinzipien

Im therapeutischen Prozess fördert Personzentrierte Psychotherapie dieses Wachstumsbedürfnis durch vertiefende Verstehensangebote, eine Haltung bedingungsfreier Wertschätzung ihres Gegenübers als Person sowie einen authentischen und sorgsamen Dialog. Sie stärkt Menschen in einem akzeptierenden und wohlwollenden Verhältnis zu sich selbst. Ihr Vorgehen erfolgt dabei individuell, symptomspezifisch und situationsangepasst.

Die regelmäßige Evaluation formulierter Therapieziele ist im Rahmen dieses Ansatzes selbstverständlich.

Häufige Effekte

Neben einer häufig beobachtbaren Verbesserung und auch Auflösung von Symptomerleben werden regelmäßig neu angestoßene Verarbeitungs- und Entwicklungsprozesse erfahrbar, eine zunehmende Spannungstoleranz gegenüber widerstreitenden Grundbedürfnissen und Unsicherheiten des Lebens sowie ein leichterer Zugang zu spontan-authentischem Erleben und Handeln im Alltag.

Häufig erfahrbar werden auch eine erhöhte Selbstwirksamkeit und verbesserte psychische Widerstandskraft im Alltag.

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„Willst Du etwas stärken, bekämpfe es.“

M. ERICKSON (1901-1980) über die Angst

Hypnoseverständnis

Als Wegbereiter moderner therapeutischer Hypnosemethoden gilt der US-amerikanische Psychiater MILTON ERICKSON. Ebenso wie ROGERS war ERICKSON durch seine praktische Lebenserfahrung als Poliopatient und Arzt von einem spontanen und kreativen Veränderungspotential des Menschen überzeugt, das insbesondere im Kontext einer förderlichen Beziehungserfahrung erschlossen werden kann.

Folgerichtig war für ihn Hypnose keine Technik der Fremdsteuerung, bei der etwas ‚Fehlendes‘ hinzugegeben werden muss, wie klassische Hypnose dies meint. Vielmehr geht es u. a. um ein individuelles Angebot begleiteter Selbstzuwendung, um das Vertrauen in die eigenen Lösungskompetenzen wieder zu erlangen und die eigene Selbstgestaltungsfähigkeit zu stärken.

Methode

Durch eine spezielle Methodik eröffnet die Hypnotherapie nach ERICKSON einen sicheren und autonomen Zugang zu einem inneren ERLEBNISRAUM, der multisensorisches Fühlen und spontan-kreative Verarbeitungsprozesse ermöglicht, der sich unserem willentlichen Zugang aber aufgrund der Dominanz eines rationalen Alltagsbewusstseins meist entzieht:

Als Instrument dient dazu die Nutzung einer kürzeren oder längeren Tranceerfahrung - verstanden als hochfokussierte, aber entspannte Konzentrations- und Aufmerksamkeitsleistung - uns aus verschiedenen Situationen des Alltags bekannt.

Anwendungsbereiche

Im HIER UND JETZT einer therapeutischer Trance wird es Klient:innen möglich, Symptomen und Ängsten aus sicherem Abstand neu zu begegnen, ihre Funktionen ganzheitlich zu erfassen und einzuordnen, scheinbar widersprüchliche und unversöhnliche Seiten in ihrem Zusammenspiel zu erkunden, Altes und Gewohntes neu zu bewerten und vielleicht zu verabschieden, Schmerz und andere körperliche Symptome zu versorgen, hilfreiche Ressourcen zu aktivieren und zu verankern, neue Lösungen für aktuelle oder zukünftige Herausforderungen zu erproben oder in entspannter Ruhe zu verweilen.

Wenn der Kopf bemerkt, was der Bauch schon weiß, verbinden sich bewusste/willkürliche mit nicht bewussten/unwillkürlichen Prinzipien der Selbststeuerung und begünstigen ganzheitliches Kompetenzerleben im jeweiligen Gegenwartsmoment. Auf diese Weise wird das Erreichen individueller Ziele auf der Ebene des Erlebens und Verhaltens wesentlich unterstützt.

Durch ihre wiederholte Anwendung vermittelt Hypnose zudem hilfreiche Basiskompetenzen zu ihrer Anwendung als Selbsthypnose im Alltag.

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Ein ERSTGESPRÄCH dauert 50-60 Minuten und bietet Gelegenheit für

  • ein erstes persönliches Kennenlernen im geschützten Rahmen mit besonderer therapeutischer Schweigepflicht

  • den Beginn einer diagnostischen Abklärung psychischer Beschwerden

  • einen transparenten Austausch auf Augenhöhe über mögliche Veränderungsziele, Unterstützungswünsche und Bedenken

  • eine Besprechung konkreter Vorgehensweisen und Behandlungsschritte (sowie einer im Bedarfsfall weiterführenden Empfehlung spezialisierter Kolleg:Innen, Beratungsstellen oder Behandlungseinrichtungen) und

  • gibt anschließend genügend Zeit für den Abschluss einer Therapievereinbarung.

Im Bedarfsfall und mit Zustimmung meiner Klient:innen stehe ich auch für Kooperationen mit behandelnden Ärzt:innen sowie für Angehörigengespräche zu Informationszwecken zur Verfügung.

Die psychotherapeutischen Leistungen meiner Praxis entsprechen dem Leistungskatalog aller österreichischen Krankenkassen (ÖGK, BVAEB, SVS, KUF) und Zusatzkassen und können mit diesen voll- bzw. teilverrechnet werden.